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Die Wahl in Deutschland am 24ten September: Erdbeben oder Luftnummer?

   

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Die zwei Treiber welche die Szenarien bestimmen die einen Einfluss auf die anstehende Bundestagswahl in Deutschland am 24 September haben sind 1) die Wahlprogramme und die 2) Wahlumfragen.

 

Prognose
Die letzten wichtigen politischen Ereignisse wie das BREXIT Referendum und die Wahlen zum US Präsidenten haben uns gezeigt wie schlecht Prognosen sein können.

Historisch gesehen sind die deutschen Prognosen recht präzise, aber da zwei-drittel aller Wähler in Deutschland anscheinend noch unentschlossen sind, ist das Ergebnis auch noch weniger klar als vermutet.

Es gab nur eine TV Debatte zwischen den zwei Hauptkandidaten: Angela Merkel, CDU (Union) gegen Martin Schulz, SPD. Martin Schulz war nicht in der Lage wesentliche Treffer zu landen, nicht mal bei seinen Kernthemen wie Immigration und soziale Gerechtigkeit in einer alternden Gesellschaft.

Interessanterweise haben die Wähler seine Performance im Nachgang positiv eingestuft und er hat Boden gutgemacht, aber anscheinend nicht genug um das Blatt noch zu wenden. Die SPD hofft noch auf den Corbyn Effekt, wie bei der letzten Wahl in Großbritannien.

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Positionen
Die Wahlprogramme sind keine leichte Kost. Das CDU Papier hat 78 Seiten, das der Grünen sogar 234 Seiten.

Alle Parteien schlagen Einkommensteuererleichterungen vor, nur für jeweils verschiedenen Gruppen. Jedoch ergeben alle Szenarien gerade mal einen Anstieg von bis zu 0.5% beim Bruttosozialprodukt über zwei Jahre, kombiniert mit einem Anstieg der Infrastrukturausgaben auf bis zu einem Prozent des Bruttosozialproduktes.

Zu europäischen Themen herrscht im wesentlichen Einigkeit bei den großen Parteien: Gemeinsame EU Verteidigungspolitik, harte BREXIT Verhandlungen, Stärkung der EU Außengrenzen. Bei all diesen Optionen wäre Angela Merkel’s CDU die dominierende Partei.

 

Szenarien
Nach den Umfragen von ARD und ZDF kommt die SPD bei der Wahl gerade mal über 20%. Das wäre das schlimmste Wahlergebnis seit 2009. Was Martin Schulz beim TV Duell abgeliefert hat wurde allgemein als eine Bewerbung auf das Amt zum Vizekanzler gesehen und nicht der Kampf ums Amt des Bundeskanzlers. Es sieht alles nach einer weiteren großen Koalition aus.

Die Notwendigkeit für diese Konstellation ist sehr stark getrieben durch die Stärke oder Schwäche der relativ neuen, nationalistischen Partei – der AfD. Je erfolgreicher die AfD abschneidet, desto mehr hat Angela Merkel keine andere Wahl als eine große Koalition einzugehen. Sollten SPD und AfD positive Ergebnisse am 24ten September erzielen, dann erscheint eine Koalition mit der FDP und Christian Lindner wahrscheinlich, eventuell sogar mit den Grünen wenn es notwendig ist.

Die AfD sah wie der sichere Sieger bis zum Ende des Jahres 2016 aus und die Prognosen sahen Werte von über 14% vor. Damit hätte die Partei politisch viel Gewicht bekommen. Die aktuellen Umfragen sehen allerdings nicht mehr als 8.5% für die AfD und damit wäre sie die fünft-stärkste Partei und hätte keinen Einfluss auf die politischen Entscheidungen in Deutschland.

Im Ergebnis ist also das wahrscheinlichste Szenario einer großen Koalition oder, weniger wahrscheinlich eine Koalition der Union mit der FDP und womöglich den Grünen. (Jamaica Koalition).

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Märkte
Falls wir das wahrscheinlichste Szenario mit der großen Koalition bekommen ist eine positive, moderate Auswirkung auf den deutschen und europäischen Markt zu erwarten, mit limitierter globaler Auswirkung. Nachdem die Parteien ihre Wahlversprechen einlösen wollen ist ein Stimulus zu erwarten. Die allgemeinen Erwartungen für ein Bruttosozialprodukt von 2% in 2017 und etwa 1.5% in 2018 werden dadurch nicht beeinflusst. Mittelfristig könnte dies den Euro weiter stärken und den Fokus der Aktienmärkte auf die neue Berichtssaison lenken.

Das große Ausnahmeszenario wäre ein überraschend starker Anstieg der Stimmen von SPD und vor allem der AfD. Sollte die AfD die 15% Grenze übersteigen hätte dies massive Auswirkungen auf die Zukunft von Europa. Das „DEXIT“ Szenario, bei dem Deutschland die EU verlässt würde die Runde machen und das mögliche Ende der EU einleiten, zu einem Zeitpunkt wo der DAX wieder seinen Höchststand anpeilt. Den Euro könnte ein solches Szenario bis zur USD Parität und weiter nach unten schicken.

 

EURUSD, Wochen Chart

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DAX 30, Wochen Chart

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Über den Schriftsteller

Malte Kaub - ist ein Finanzfachmann mit mehr als 10 Jahren Trading-Erfahrung. Sein Fachwissen sowie sein Netzwerk haben die Lernkurve für Trader aller Erfahrungsstufen verkürzt.

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